Ancient Astronauts, Cypher Kabaka (Switchstance Records)
Themen wie Armut und Korruption sowie der Ruf nach Gerechtigkeit bestimmen die Hip-Hop-Kultur in Ugandas Metropole. Die Verschmelzung afrikanischer Rhythmen und engagierter Lyrik der Rapper BA Cypher Kabakas mittels sorgfältiger Produktion des deutschen Duos Ancient Astonauts wird auf diesem Album stilvoll dokumentiert. Die vom Goethe-Institut geförderte Kooperation zeigt den jungen Groove Kampalas.
Christoph Schumacher
Atse Tewodros Project, Maqeda (Galileo MC)
Das zweite Album des 2010 gestarteten äthiopisch-italienischen Projekts widmet sich der Königin von Saba und ist eine Hommage an alles Weibliche. Ausgehend von traditionellen äthiopischen Liedern verschiedener Ethnien gelingt den Musikschaffenden ein reizvolles Klangbild von außerordentlicher Vielfalt und Tiefe zwischen Folk und Jazz, Body Music und Chanson. Ein überzeugendes Plädoyer für das Matriarchat.
Christoph Schumacher
L’Étrangleuse, Ambiance Argile (La Curieuse)
Auf ihrem vierten Album webt das nun zum Quartett erweiterte Klangkollektiv aus Lyon mit Ngoni, Harfe, E-Bass und Schlagzeug feine rhythmische Muster, die bisweilen an den Wüstenblues der Tuareg erinnern, aber auch vom vierstimmigen Wohlfühlchanson in postpunkartige Rockmusik wechseln können. Ein spannender Beweis, dass experimentelle Freiheit und kontemplative Träumerei keine Gegensätze sein müssen.
Christoph Schumacher
Momi Maiga, Nio (Segell Microscopi)
Auf seinem Debüt kombiniert der senegalesische Koravirtuose und Komponist ethnischen Jazz, Afrobeat und Flamenco, singt in Mandinka und Wolof und reflektiert dabei über wichtige Themen unserer Zeit. Poetisch verarbeitet er in „Ocean“ die tödliche Flucht eines Freundes. Behilflich sind dabei Musikschaffende unter anderem an Geige, Cello und Schlagwerk aus seiner Wahlheimat Katalonien. Musik für die Seele.
Christoph Schumacher
Feven Yoseph, Gize (Blue Pearls/Indigo)
Die neun Lieder auf dem zweiten Album mit dem amharischen Titel Gize („Zeit“) der äthiopischen Sängerin Feven Yoseph handeln von den großen Fragen des Lebens. Begleitet wird ihre sanfte, stets melodieführende Stimme von einem versierten Berliner Quartett mit Keyboard, Gitarren und Schlagzeug sowie von Bläserklängen. Deutlich modernerer Afropop als das swingende Jazzdebüt, aber immer noch zeitlos schön.
Christoph Schumacher













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