Wer die Gelegenheit hatte, Falk Zenker in einem Konzert zu erleben, wird den freundlichen Musiker nicht nur als äußerst virtuosen Gitarristen in Erinnerung behalten haben, sondern auch als jemanden, der die allgegenwärtige Looptechnik sehr geschmackvoll und raffiniert einzusetzen weiß. Auf seinem siebten Soloalbum stellt er das eindrucksvoll unter Beweis. Bei allen Instrumenten, und das sind nicht wenige, hat er selbst Hand angelegt. Das Besondere: Live wird man das genau so erleben können. Wie auch auf den Vorgängeralben ist Zenkers musikalisches Spektrum himmelweit offen. Seine Begegnungen mit Flamenco, alter Musik, klassischer Gitarre, Weltmusik und Jazz gehen eine erstaunliche, völlig mühelose Verbindung ein und lassen einen ganz eigenen klanglichen Kosmos entstehen, in dem mitreißende Freude, Stille, Nachdenklichkeit und Zärtlichkeit beheimatet sind. Zenker lädt zur Begegnung mit sich selbst ein, er entwirft Bilder und stellt Fragen. Seine Musik stellt kostbaren Raum zur Verfügung. Ein Angebot, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Rolf Beydemüller









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