Friedestrompreis für Hannes Wader

Auszeichnung für deutschsprachige Dialektliteratur

22. November 2023

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Das ist mal eine skurrile und vor allem späte Ehrung, die aber immerhin mit 4.000 Euro dotiert ist. Es geht um den renommierten Friedestrompreis, die höchste kulturelle Auszeichnung, die der Rhein-Kreis Neuss seit 1986 alle zwei Jahre durch sein Internationales Mundartarchiv Ludwig Soumagne vergibt. Mit dem Preis wird eine Persönlichkeit geehrt, die sich im besonderen Maße um die deutschsprachige Dialektliteratur verdient gemacht hat. 2023 geht der Preis an den Liedermacher Hannes Wader (81).

Ach ja, da war doch was: Vor fast genau fünfzig Jahren, 1974 nämlich, veröffentlichte Wader sein damals in der Tat bahnbrechendes Album Plattdeutsche Lieder (dem vier Jahre später noch eine Shanty-LP folgte). Immerhin befindet Wader sich als Preisträger in bester Gesellschaft. Vor ihm erhielten unter anderem Emil Steinberger, Gerhard Polt und Wolfgang Niedecken den Friedestrompreis. Der Geehrte empfing den Preis aus den Händen des Landrates Hans-Jürgen Petrauschke. Die Laudatio hielt Campino, der Sänger der Toten Hosen, der Wader als „deutschen Johnny Cash“ bezeichnete. Die Akkordeonvirtuosin Lydie Auvray unterstützte Wader bei einer musikalischen Einlage. Der folker gratuliert herzlich.

Ein Video der Preisverleihung findet sich auf www.wdr.de.

Foto: Karl Anton Koenigs

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