Das Sextett aus den norditalienischen Regionen Emilia Romagna und Veneto hat sich zum Ziel gesetzt, die Musiktradition ihrer Heimat zu bewahren und weiterzuentwickeln. Sieben der elf Stücke sind Eigenkompositionen. Mit jedem Hören entdeckt man Details und Klangfarben, die traditionelle Elemente mit neuen Einflüssen verbinden. Quattro ist ein Vorzeigeprojekt für Borduninstrumente. Piva und Müsa (Dudelsäcke aus Norditalien und dem Apennin), Drehleier und das Doppelrohrblasinstrument Piffero prägen neben Blasinstrumenten wie Klarinette, Trompete, Posaune, Saxofon oder Flügelhorn den Gesamtklang. Doch BEV sind weder ein reines Bordun- noch ein Blasorchester. Auf sechs der elf Tracks singt der Pifferospieler und Saxofonist Marco Mainini auch. Dazu kommen unterschiedlichste Saiteninstrumente wie Mandoloncello, Mandoline, Kontrabass und verschiedene Violinen, die zu einem eindrücklichen Ganzen beitragen. Quattro ist nicht nur das vierte Album der Gruppe, das Titelstück ist auch eine Ehrerbietung an die dörflichen Musizierenden der Region „Quattro Province“, die Bonifica Emiliana Veneta inspirierten und sie zur Gründung ihres Sextetts bewogen.
Martin Steiner






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