Das Debütalbum des Sängers, Percussionisten und Komponisten von der Insel Réunion ist eine persönliche Reise durch die Rhythmen und den Geist des Maloya. Wie der Blues in den USA wurzelt auch der Maloya im Widerstand. Er entstand während der Sklaverei und wurde im 19. Jahrhundert von indischen Zwangsarbeitern aufgegriffen, die nach La Réunion kamen. Im Jahr 2009 wurde der Maloya von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Luc Moindranzé Karioudja wurde 1997 in der ehemaligen französischen Kolonie und im heutigen Übersee-Département Frankreichs geboren. Er wuchs mit den Ritualen und Klängen des Maloya auf und verbindet seine Erinnerungen und Emotionen mit der Tradition. Jeder der elf Titel ist eine Hommage an diejenigen, die den Maloya in all seinen Formen mit Respekt und Engagement am Leben erhalten und damit die musikalische Identität La Réunions bis heute prägen. Themen der Lieder im tranceartigen Sechsachtelrhythmus sind Liebe, Wut, Traurigkeit, Freude, Würde und Begeisterung. Gesungen wird hauptsächlich in Réunion-Kreolisch, häufig mit Call-and-Response-Elementen. Das Album hält die tiefgründige Natur des Maloya als Tradition mit Zukunft lebendig.
Christoph Schumacher









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