Zu Deutschland hat er eine ganz besondere Beziehung. Nicht nur weil er 1979 die Filmmusik für das westdeutsche Gesellschaftsdrama Gibbi Westgermany schrieb und ein Jahr später für seinen Auftritt im Rockpalast gefeiert wurde. In Deutschland nahm der Bluespianist und Sänger viele seiner inzwischen 23 Alben auf. Hier spielt er immer noch die meisten seiner Konzerte. Und auf Schloss Goseck in Sachsen-Anhalt feierte er sowohl seinen siebzigsten als auch im vergangenen Jahr seinen achtzigsten Geburtstag, jeweils mit einem großen Konzert. Auf fünfzig Jahre Songwriting blickt der im englischen Norfolk geboren Musiker zurück, der für seine markante rauchige Stimme und seine exzellenten Kompositionen gelobt wird. Zu der langen illustren Liste an Künstlern, mit denen Millns gespielt hat, zählen Größen wie Alexis Korner, Eric Burdon, Bert Jansch, Peter Thorup, John Mayall, David Crosby oder Ralph McTell. Anlässlich seines runden Geburtstags hat er nicht nur ein Album mit Neueinspielungen von vierzehn seiner Hits vorgelegt (siehe Rezension auf S. 87). Zum ersten Mal veröffentlicht er auch ein Songbuch mit Texten und Akkorden von dreißig seiner für ihn bedeutendsten Kompositionen. Zudem erzählt Millns viele Anekdoten aus seinem langen Künstlerleben wie etwa seine Erlebnisse bei Konzerten in der DDR in den Achtzigern. Das schön aufbereitete Buch im DIN-A4-Format gibt einen spannenden Einblick in die wenig bekannte Person Millns. Vor allem aber ist es eine Schatztruhe für Musikschaffende, die schon immer seine hervorragenden Songs nachspielen wollten. Das sehr zu empfehlende Songbuch kann direkt über die Website des Musikers bezogen werden.
Erik Prochnow
Paul Millns:
Close Companion of the Blues : Songbook and Stories to Celebrate Paul’s 80th Birthday. – o. O. : Eigenverl., 2025. – 64S.
30,00 EUR
Bezug: www.paulmillns.com








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