Die Band aus dem Allgäu hat ihren Ursprung am Kemptener Allgäu-Gymnasium, als die Schulfreunde Rainer Hartmann und Michael Schönmetzer sich zusammentaten und das, was bis dahin ein Deutsch-Hip-Hop-Soloprojekt war, auf Bandfüße hoben. Viele andere Gruppen jener Tage – darunter auch die des Rezensenten – haben die Jugendzeit nicht überlebt, Rainer von Vielen schon. Mit Bergen veröffentlicht die vierköpfige Band mit Sänger Hartmann am Akkordeon, Schönmetzer an der Gitarre, Daniel Schubert am Bass und aktuell Jürgen Schlachter am Schlagzeug ihr achtes Studioalbum. Sechs Jahre liegt der Vorgänger, das Akustik-Livealbum Alles mit Allem, zurück, eine lange Zeit, in der die Musiker natürlich nicht untätig waren, wenngleich Corona für eine unfreiwillige Verlängerung der Albumauszeit gesorgt haben dürfte. Zwölf Lieder gibt es auf Bergen zu hören, darunter sind Tanzkracher wie „Euphorie“ genauso wie Partysongs wie „Du und ich und alle“ sowie die bandtypisch dramatischen Songs wie „Bergauf“, „Nostalgie“ oder „Wiedersehen“. Eine kleine Bandgeschichte gibt es in „Einfach tun“ zu hören – und es ist eben genau das, was die Band ausmacht. Einfach das tun, was einem Spaß macht. Besser geht’s doch eigentlich nicht. Es ist vielleicht nicht die absolute Neuerfindung des musikalischen Rades, aber ein Album, das viel Spaß und Erleichterung in dieser schweren Welt bringt.
Wolfgang Weitzdörfer









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