Tone of Voice Orchestra

Running From The Devil (Word for Word Records)

10. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Für die Musik, die sie erschaffen, muss erst noch ein Begriff erfunden werden. Es ist absolut einzigartig, was das zehnköpfige skandinavische Ensemble seit 2018 auf die Bühnen der Welt bringt und auch auf seinem zweiten Album festhält. Hier fließen Roots, Jazz, Indiefolk, Pop, Americana, Soul, osteuropäische Folklore und afrikanische Beats so selbstverständlich ineinander, dass sie quasi ein eigenes Genre bilden. Das zeigt sich allein in der Zusammensetzung der Instrumente. Neben dem außergewöhnlichen vierstimmigen, von der dänischen Bandgründerin Trinelise Væring angeführten Harmoniegesang sind die Arrangements geprägt von dem hervorragenden Zusammenspiel aus Saxofon, Flöte, Drehleier, Dudelsack, Zither, Violine, Kontrabass, Schlagzeug und Percussion. So geht etwa ein kraftvoller Gospelgesang über in eine dänische Volksweise, die wiederum in ein jazziges Flötensolo mündet und in einem afrikanischen Trommelwirbel endet. Die zehn von Væring mit dem Saxofonisten Frederik Lundin komponierten Stücke schwingen von unglaublicher musikalischer Vielfalt. Es scheint, als ob man mit jedem Hören eine völlige neue Klangwelt entdeckt. Zudem berühren Værings poetische und das Leben reflektierende Texte unmittelbar wie etwa in dem aufrüttelnden Song über den Klimawandel, „We Owe It To The Planet“, oder dem eindringlichen Loblied auf das Leben, „Hymn“. Ein begeisterndes Album, das einen nicht mehr loslässt.

Erik Prochnow

Cover
Tone of Voice Orchestra
Running From The Devil (Word for Word Records)

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