Das erste Album, nachdem der Spiritus Rector und Gründer der Gruppe, Bruce MacGregor, die Blazin’ Fiddles verlassen hat. Und hört man das? Aber nein, das Niveau des Quintetts ist genauso hoch wie eh und je, und die Zutaten sind ebenfalls die gleichen: drei, vier Fiddles, Piano sowie Gitarre, Mandoline oder Banjo. Das Material ist manchmal eigen, manchmal von den Shetland- oder Orkneyinseln, einmal gar aus Kanada sowie Finnland oder von geigenden Kollegen wie Tomas Callister. Im Mittelpunkt stehen immer die Fiddles, sehr gerne mitreißend und schwungvoll und auch mal rhythmisch pointiert. Erfreulicherweise nimmt die Gruppe jedoch ab und an das Tempo raus und präsentiert sich romantisch melancholisch, der obligatorische Walzer darf auch nicht fehlen. Die Tunes haben immer eine Geschichte, die jeweils humorvoll im Beiheft präsentiert wird. Dort ist genug Platz, denn mit Gesangstexten haben es die Blazin’ Fiddles bekanntlich nicht so. Ein rundum erfreuliches, selbst produziertes Werk. Übrigens ist das Geschlechterverhältnis weiterhin drei zu zwei zugunsten der Damen.
Mike Kamp









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