Patrick Riollet, Pianist und Arrangeur des Mannijo Trios, starb am 27. Februar 2026 im Alter von 64 Jahren an einem Krebsleiden. Er begann seine musikalische Laufbahn bereits in jungen Jahren als Organist (Barockmusik). In den Achtzigerjahren startete er eine Rockkarriere (u. a. mit Tutti Futti, Yes Igor), entdeckte aber gleichzeitig das Klavier und den Jazz für sich. Dies führte ihn auch zum Chanson und zur Weltmusik (u. a. mit Sawuri, Michel Genson, Batingas). Mit seiner eigenen, 2013 gegründeten Patrick Riollet Jazz Band komponierte und produzierte er zwei Alben.
Seine Offenheit für alle Musikrichtungen macht es schwer, seine zahlreichen musikalischen Kooperationen aufzuzählen. Als Studiomusiker spielte Patrick Riollet auf rund dreißig Alben verschiedener Künstler und Künstlerinnen Keyboard. Seine längste musikalische Erfahrung sammelte er jedoch mit der deutsch-französischen Gruppe Mannijo und deren mehrsprachigen Programmen. Mehr als zwei Jahrzehnte lang spielte er in dieser Band mit Manfred Pohlmann und Jo Nousse und übernahm dort mit großer Bescheidenheit schnell die Rolle des Dirigenten. Nach seinem Tod löste sich das Mannijo Trio am 11. März 2026 nach genau 29 Jahren (und über fünfhundert Konzerten) auf.
Patrick Riollet war ein fortschrittlich denkender Mensch. So organisierte er beispielsweise auch Initiativen gegen rechts in der lothringischen Kunstszene. Rou a Fridden, Maestro!
Jo Nousse
Foto: Didier Vanspranghe

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