Müsste man die walisische Singer/Songwriterin Deborah Rose und damit auch ihr neues Album mit einigen Adjektiven beschreiben, sie würden zum Beispiel lauten: spirituell, melancholisch, besinnlich. Und erfahren ist sie, seit vielen Jahren aktiv, und Atlas ist das gereifte Resultat dieser Zeit. Für die musikalische Vielfalt sorgen sage und schreibe 24 Kollegen und Kolleginnen, von denen Boo Hewerdine der bekannteste sein dürfte, und er ist auch verantwortlich für die Produktion des einzigen Uptempo-Songs „Rings Of Saturn“. Für die Kompositionen und Texte sorgt zumeist Rose selbst (Ausnahme: „Boulder To Birmingham“ von Emmylou Harris) und alle Songs haben eines gemeinsam: eine wohltuende Tiefe. Dabei sind ihr aber dennoch einige Ohrwürmer gelungen wie etwa „On Christmas Night“, „I Lift My Eyes To The Hills“ oder „Bright Fields“, die in einer idealen Musikwelt durchaus Hitchancen hätten. Erstaunlich eigentlich, wenn man bedenkt, dass einige von Roses Liedern auf Psalmen aus der Bibel basieren. Empfehlung: Das ist eines dieser Alben, die man am besten bei Kerzenlicht hört, Augen halb geschlossen und ein Glas Wein in Reichweite.
Mike Kamp






0 Kommentare