Hinter dem Folkmusikprojekt Auburn Tales steckt Jonas Brehm aus Jena. Er spielt schon seit vielen Jahren in verschiedenen Folkformationen. Nun legt er seinen Soloalbum-Erstling vor. Vom ersten Ton an merkt man ihm die Freude an der Folkmusik an. Er macht Musik, die zwischen klassischem Folk und Neofolk changiert und hörbar von den Avett Brothers oder Mumford & Sons beeinflusst ist. Anspieltipps sind die fast schon hymnischen „Milu’s Song“ und „Two Horse Frenzy“ sowie das introspektive „Had I Known“. Es herrschen die ruhigen Töne vor, manchmal geht die Musik nur schleppend voran. Instrumentiert ist das Ganze vorwiegend mit Gitarre und Banjo, bei „No God, No Shooting Star“ erklingt ein Akkordeon. Interessant der Titel „Neighbourhood Bully Pt. II“. Wir erinnern uns natürlich an „Neighbourhood Bully“ von Bob Dylan, der sich ja wiederum von Merle Haggards „Workingman’s Blues“ zu seinem eigenen „Workingman’s Blues #2“ inspirieren ließ. Brehm alias Auburn Tales besticht auf diesem Album mit großem Kenntnisreichtum über die Wurzeln und die Spielformen seines Genres. Ein überzeugendes Debüt.
Thomas Waldherr






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