Junge Liedermachende ausgezeichnet

Förderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung 2023/24

26. November 2023

Lesezeit: 2 Minute(n)

Die Siegerinnen und Sieger des Förderpreises für junge Liedermacher der Hanns-Seidel-Stiftung 2023/24 stehen fest: Miriam Hanika, Phil Siemers und Nobody Knows konnten die Jury überzeugen.

Seit 1987 verleiht die Hanns-Seidel-Stiftung jährlich den Förderpreis für junge Liedermacher an drei Singer/Songwriter:innen, Duos und/oder Bands, die unter vierzig Jahre alt sind und eigene, überwiegend deutschsprachige Songs produzieren. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, zudem dürfen sich die Gewinnerinnen und Gewinner über einen Auftritt beim renommierten Festival Lieder auf Banz freuen, das im kommenden Jahr am 5. und 6. Juli, wie gewohnt, im bayerischen Bad Staffelstein stattfindet.

Miriam Hanika, aufgewachsen zwischen Köln und Fulda, stammt aus einer Musikerfamilie und kam mit sechzehn Jahren auf das Musikinternat in Weimar, danach folgte ein Musikstudium. Auf ihrem aktuellen Album Wurzeln & Flügel begibt sich die junge Virtuosin mit gefühlvollen Texten auf eine tiefsinnige Suche nach Heimat, Widersprüchen und Gegensätzen in unserer Zeit. „Mensch-Sein, Frau-Sein, das Selbst: Miriam hat ihre eigene Position gefunden und man wird als Hörer inspiriert von der philosophischen Ader ihrer Texte und der harmonischen Stimmung ihrer Musik. Durch ihren spielenden Wechsel zwischen Gesang, Oboe, Englischhorn und Klavier ist Miriam Hanika … eine musikalische Ausnahmeerscheinung, die Genregrenzen sprengt“, schreibt die Jury des Förderpreises in ihrer Begründung. Auch der folker berichtete bereits über die Künstlerin. Nachzulesen gibt es das Porträt hier .

Blues, Soul und Pop – das sind die Genres, die der Hamburger Singer/Songwriter Phil Siemers in seiner Musik vereint. Im Herbst 2022 veröffentlichte er sein zweites Album Marleen. „Wenige Sekunden von seinen Songs reichen – und man ist drin im Kosmos des 29-Jährigen: Modernes Songwriting und die Liebe zur analogen Soundwelt verbinden sich zu packendem, zeitgenössischem Pop, der berührt und fesselt“, begründet die Förderpreisjury ihre Entscheidung.

Als „postmoderne, bundesrepublikanische Folklore mit nordwesteuropäischer Note und ostokzidentaler Rhythmik“ beschreiben die Musiker der Gruppe Nobody Knows rund um Sänger und Mastermind der Band Max Heckel ihre Musik. Ironie, Spontaneität und Improvisation sind das Erfolgsrezept der selbsternannten „unbedeutendsten Band der Welt“, die sich seit ihrer Gründung als Schülerband im Jahr 2001 zum echten Local Hero in Norddeuschland entwickelt hat. Sechzehn Alben hat das Quartett bereits veröffentlicht, rund 1.900 Auftritte liegen hinter ihnen, ebenso zwei Erstplatzierungen beim Deutschen Rock & Pop Preis. Und nun kommt mit dem Förderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung eine weitere Auszeichnung hinzu. „Man darf schon jetzt innere Vorfreude aufkommen lassen, wenn man sich vorstellt, wie die Banzer Klosterwiese im Sommer 2024 zu einem Ort tanzenden Frohsinns wird“, so die Jury in ihrer Begründung.

Weitere Informationen zum Förderpreis für junge Liedermachende der Hanns-Seidel-Stiftung finden sich unter www.hss.de/ueber-uns/preisverleihungen/foerderpreis-fuer-junge-liedermacher/songs-detail/default-8444a7040e-news10608, zur Website des Festivals Lieder auf Banz geht es unter www.lieder-auf-banz.de.

 

Foto: Miriam Hanika (© Manuel Nieberle)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung

L