Wie der Name vermuten lässt, sind die rund zwanzig Sons of Membertou meist, aber nicht nur Männer, und zwar Eingeborene vom Stamm der Mi’kmaq, die über den gesamten Osten Kanadas bis hin zu Teilen von Quebec und Neuengland verbreitet sind. Das Album wurde 1995 erstmals als LP veröffentlicht, war dann vergriffen und wurde nun mit neuen Songs digital herausgebracht. Der Ort Membertou liegt auf Cape Breton Island. Die Lieder folgen meist einem einfachen Muster: Der Vorsänger beginnt, dann setzt ein kräftiger Unisonochor ein. Begleitet wird das alles von einem hypnotischen Trommelrhythmus. Einige Tracks beginnen mit Natur- und Tiergeräuschen, es gibt wenige Sprechpassagen und Instrumente wie Fiddle, ein Song ist auf Englisch, der Rest in der Sprache der Indigenen. Der Wert dieser beeindruckenden Aufnahmen ist schwer zu unterschätzen, denn sie entstanden im Auftrag der Stammesältesten, die Sorge hatten, dass die Kultur der Mi’kmaq verloren gehen könnte. Diese Gefahr ist zumindest vorerst gebannt.
Mike Kamp






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