Es ist ein Album über die Herausforderungen der Schwangerschaft und des Mutterseins. Neun Songs, für jeden Schwangerschaftsmonat einen, hat die mehrfach ausgezeichnete Folksängerin aus Toronto zusammengestellt. In sanften Balladen und swingenden Midtempo-Nummern singt die 46-Jährige über Verlust und Freude in der Schwangerschaft. Für die Kanadierin war es nicht einfach, ihr erstes Kind zu bekommen, das im November 2024 geboren wurde. Ein Jahr zuvor erlitt sie während einer Tournee auf der Bühne eine Fehlgeburt. All ihre Gefühle auf dem Weg zur Mutterschaft bringt sie in diesen neun verletzlichen akustischen Songs eindringlich zum Ausdruck. Mal ist es eine Liebeserklärung an ein ungeborenes oder nie existierendes Kind wie in dem Wiegenlied „Hazel“. Dann klingt sie in „Talking To Myself“ eher wütend über Trauer und das Alleinsein. Sehr berührend ist der Song „Mockingbird“, in dem Lapell ihre Zweifel über die Mutterschaft mit einer weinenden Mundharmonika begleitet. Im eingängigen „Mother Tongue“ malt sie dagegen eine Balance zwischen dem häuslichen Familienleben und dem nomadischen Dasein einer Musikerin. Fast alle Instrumente wie Gitarre, Piano, Keyboard, Akkordeon oder Flöte spielt die Künstlerin selbst. Dazu engagierte sie ihre Lieblingssängerinnen aus British Columbia an der Pazifikküste, wo sie das Album aufnahm – alles Mütter. Ein leises, sensibles Album, das die Schöpfung des Lebens feiert.
Erik Prochnow






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