Afton Wolfe

Ophiuchus (Grandiflora Records)

10. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Wo Engel sind, muss man nach Teufeln nicht lange suchen. Und wenn etwas gelingt, wartet ein Missgeschick schon an der Ecke. So ist das Leben, von dem der Sänger und Songschreiber Afton Wolfe erzählt. Dabei folgen die dreizehn Songs dem Lauf der Sonne und sind jeweils Sternbildern zugeordnet. Steht der aus Mississippi stammende und in Nashville lebende Mann im Bund mit dem Universum? Sein Sound jedenfalls klingt rau, vermischt Blues, Country, Rock und Jazz. Der Opener, das Titelstück „Ophiuchus“, kommt mit voller Wucht daher, ein Banjo mitten im Lärm – handelt es sich hier um so etwas wie Dark Metal Folk? So geht es aber nicht weiter, denn es folgt mit „I Deserve To Be Forgiven“ ein schleppender countryesker Walzer. Mal erklingen auf dem Album Trompeten, mal erscheint ein Akkordeon, dann wird es sphärisch – passend zum Blick in den Himmel. Die Texte aber bleiben dunkel, vorgetragen häufig mit einer Stimme, die Verwechslungsgefahr mit Tom Waits birgt. So wie auch der öfters präsente Rumpelklang, den man von jenem kennt. Und mittendrin ein Instrumental: „Sphere Shift“ hört sich mit der Querflöte an, als ob Blumenkinder dazu durchs hohe Gras hopsen. Aber, lasst euch nicht täuschen!

Volker Dick

Cover
Afton Wolfe
Ophiuchus (Grandiflora Records)

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