„Back to the roots“ ist das Motto der beiden in den deutschen Südwesten eingewanderten Engländer Mark Bloomer und Andrew Cadie, die auf ihrem neuen Album auf Gäste verzichten und sich auf ihre eigene musikalische Kompetenz verlassen, mit zwei starken Stimmen und diversen Instrumenten von Bouzouki bis Small Pipes. Das Ergebnis kommt dem Bühnenklang ziemlich nah. Es wurden jedoch in minutiöser Studioarbeit akustische Details hinzugefügt, um die fehlende Energie der Livesituation wettzumachen, in der das Duo sonst besonders stark ist. Neben englischen Wurzeln zeigen die beiden gern ihre bluesige Seite. Neu ist der Klang von Cadies Resonatorgitarre, etwa in „Reincarnation“. Das ansprechende Songwriting mit starken Melodien und einem Hang zum Hymnischen verbindet Persönliches auch mit Politischem. „Wide-Eyed And Strong“ bezieht sich auf die Demos gegen rechts Anfang 2024. An Vertrautem sind „House Of The Rising Sun“, solo in einer Kirche zur Fiddle eingesungen, und „Wayfaring Stranger“ zu hören. Natürlich gibt es unter den vierzehn Titeln auch wieder ein paar Tunesets. Die sorgfältige Eigenproduktion ihres sechsten Studioalbums bringt zum zwanzigjährigen Bestehen der Broom Bezzums ihre Stärken bestens zur Geltung.
Almut Kückelhaus






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