Waxahatchee

Tigers Blood (Anti-)

2. Juni 2024

Lesezeit: 2 Minute(n)

Wie Katie Crutchfield auf dem Cover des neuen Albums ihrer Band Waxahatchee da in leicht anrüchiger White-Trash-meets-Grunge-Girl-Pose unter einem Restaurantschild steht, macht es nicht einfacher, das Album auf den ersten Blick hin einzusortieren. Die Künstlerin aus dem Südstaat Alabama macht schon seit 2010 mit ihren Freunden Musik, eine Mischung aus Indiefolk, Americana und Bluegrass, die sofort ins Ohr geht und von der leichten Schnoddrigkeit der angezerrten Gitarre und der gedoppelten Gesangsstimme lebt. Die zwölf Songs sind im typischen Indiesound produziert, der immer wie ein wenig dahingeschludert wirkt, wobei bei genauerem Hinhören kein einziger Ton improvisiert oder dem Zufall überlassen ist. Im Gegenteil, jedes Lick, jeder Juchzer, jedes Drumfill – alles sitzt perfekt und immer leicht neben der Spur. Auch das ist eben eine – große – Kunst. Die Songs, so sagt Crutchfield, habe sie während einer „Heißhungerattacke auf der 2022er-Tour“ geschrieben. Zusammen mit Brad Cook hat sie diese Hunger-Songs – die eher hungrig (auf mehr) machen, als dass sie hungrig oder gar verhungert klingen –, dann in der texanischen Grenzstadt Tornillo aufgenommen. Anspieltipps sind „3 Sisters“, das mit coolem Banjo veredelte „Right Back To It“ und „Ice Cold“.

Wolfgang Weitzdörfer

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