Das Akkordeon ist aus der Folk- und Weltmusikszene nicht wegzudenken: als Tanzinstrument, als Erzähler, als verbindendes Element zwischen regionalen Traditionen und globalen Einflüssen. Das Portal akkordeon.online begleitet diese Vielfalt bereits seit vier Jahren. Das Akkordeonjahr 2026 nehmen Verlegerin Andrea Iven, die neue Redaktionsleiterin (und frühere Chefredakteurin des Akkordeon Magazins) Christina Bauer und ihr Redaktionsteam nun zum Anlass, die Plattform grundlegend zu relaunchen und das bis 2022 erschienene Akkordeon Magazin für eine gedruckte Jahresausgabe wieder aufleben zu lassen. Mehr darüber verraten sie im folker-Interview.
Text: Redaktion
akkordeon.online gibt es schon seit einigen Jahren. Warum jetzt der große Schritt?
akkordeon.online war von Anfang an als langfristiges Projekt gedacht. Über die Jahre hat sich viel angesammelt: Inhalte, Kontakte, Themenfelder. Die Auswahl des Akkordeons zum Instrument des Jahres 2026 war für uns der perfekte Moment, um innezuhalten, neu zu sortieren und die Website strukturell wie inhaltlich weiterzuentwickeln sowie das Ganze durch eine gedruckte Jahresausgabe zu erweitern.
Warum war es euch wichtig, das Akkordeon Magazin noch einmal in die Hand zu nehmen?
Was Magazin ist vielen noch präsent. Bis 2022 war es ein Ort für vertiefende Texte, Porträts und Einordnungen. Für 2026 wollten wir genau diese Qualität noch einmal präsentieren, nicht als Rückblick, sondern als konzentrierte Momentaufnahme einer lebendigen Szene.
Das Cover der Jahresausgabe zeigt Johanna Juhola. Was macht sie dafür besonders geeignet?
Johanna Juhola steht für eine offene, internationale Folkhaltung. Sie kommt aus der nordischen Szene, arbeitet genreübergreifend und denkt Musik immer auch im gesellschaftlichen Kontext. Sie dürfte auch für viele folker-Leserinnen eine vertraute Stimme sein und gleichzeitig ein Beispiel dafür, wie selbstverständlich das Akkordeon heute zwischen Szenen und Ländern wandert.
Wie spiegelt sich das im Relaunch von akkordeon.online wider?
Wir haben die Website erweitert und ergänzt – thematisch, geografisch, ästhetisch. Folk und Weltmusik spielen dabei eine zentrale Rolle, weil das Akkordeon hier oft Mittler ist zwischen Tanz und Konzert, zwischen lokaler Tradition und globalem Austausch. Uns interessieren genau diese Übergänge.
Welche Verbindung siehst du zwischen dem folker und akkordeon.online?
Eine sehr direkte. Der folker beschäftigt sich seit jeher mit musikalischen Bewegungen, Grenzgängen und neuen Traditionen. Das Akkordeon ist dafür ein ideales Prisma. Über das Instrument lassen sich Geschichten erzählen, die weit über Stilfragen hinausgehen.
Geht das Projekt über 2026 hinaus?
Auf jeden Fall. Das Akkordeonjahr ist ein Verstärker, kein Endpunkt. Der Relaunch von akkordeon.online ist langfristig gedacht und die Jahresausgabe des Akkordeon Magazins ein bewusst gesetzter Akzent in diesem Prozess. Wir denken sogar bereits über eine Jahresausgabe 2027 nach.










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