Bei April handelt es sich die Wiederveröffentlichung des Debüts der Riflebirds, das 1989 nur auf Musikkassette erschien. Doch aus Lee und Kate Oser, Kevin Kraft und Kevin Jarvis bestehende Band zerbrach bereits kurz nach dem Erscheinen des von Marvin Etzioni produzierten Longplayers. Drei der vier schlugen „bürgerliche“ Berufslaufbahnen ein, während Kevin Jarvis als Drummer und Produzent neben anderen mit Lucinda Williams und Elvis Costello zusammenarbeitete. 2024 trafen sich Lee und Marvin wieder und die Band gründete sich in der Originalbesetzung als The Riflebirds Of Portland erneut. Nach dem Erfolg des 2025 erschienenen Windmills On The Moon – das von der Kritik zu den Top hundert Americana-Country-Alben 2025 gezählt wurde – nun also die Wiederauflage des Erstlings. Und siehe da: Er ist gut gealtert, besser gesagt: Es ist ein zeitloses Werk, das klingt, als wäre es gerade eben erst aufgenommen worden. Es ist feine, zarte Americana. Kate Osers ausdrucksstarke Stimme macht Songs wie „Pieces Of Time“ oder „The Rain“ zu hörenswerten Stücken. Die Band hat einen eigenen, unverwechselbaren Klang, und man darf sich schon auf das dritte Album freuen, das ab Juni aufgenommen wird.
Thomas Waldherr






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