Umtriebiger Friesenfolker

Gerd „Ballou“ Brandt zum Siebzigsten

19. Februar 2024

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Ein rundes Jubiläum konnte Friesenfolker, Sänger, Liedermacher, Bandchef, Labelinhaber und (nicht nur plattdeutscher) Sympathieträger Gerd „Ballou“ Brandt am 28. Januar feiern, mit (mindestens!) sieben Kerzen auf der Torte. Geboren 1954 in Ostrhauderfehn-Holtermoor, studierte Ballou in Emden Sozialwesen und begann bereits damals, aktuelle Hits ins Plattdeutsche zu übertragen. Als Jugendpfleger in Wilhelmshaven und Jever entdeckte er in den Siebzigerjahren die Folkmusik und lernte den legendären Jeveraner Lyriker Oswald Andrae kennen, der ihn ermutigte, irische, schottische und englische Songs auf Plattdeutsch zu singen.

1979 gründete Brandt die heute erfolgreicher denn je musizierende Band Laway, mit der er 1983 die richtungsweisende LP Laat jö nich unnerkriegen veröffentlichte, die prompt mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Brandt trat mit Laway im gesamten Bundesgebiet und sogar in der damaligen DDR auf.

Mit seinem Verlag Artychoke Artists Productions ging Ballou in den Neunzigerjahren als Labelchef an den Start und ermöglichte vielen Kollegen und Kolleginnen, ihre Musik auf CD zu veröffentlichen. In den letzten Jahren war er mit Laway noch aktiver als zuvor schon: Unzählige Konzerte mit plattdeutschen Musikprojekten, darunter Theaterprojekte, und die musikalische Gestaltung der Störtebeker-Festspiele in Marienhafe gehen auf das Konto der Band.

2014 wurde Ballou mit dem Wilhelmine-Siefkes-Preis der Stadt Leer ausgezeichnet, 2016 erhielt er die Ubbo-Emmius-Medaille für besonders herausragende Verdienste um Ostfriesland. Nun wurde Brandt siebzig Jahre. Der folker gratuliert aufs Herzlichste.

www.laway.de

Foto: Gerd „Ballou“ Brandt (© Martin Stromann)

 

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