folker präsentiert
Las Palmas de Gran Canaria wird vom 21. bis 25. Oktober 2026 zum zweiten Mal nach 2018 zur weltweiten Hauptstadt der Musik, wenn mit der WOMEX eines der kulturell vielfältigsten Musiktreffen der Welt und die größte Konferenz der globalen Musikszene (mit über 2.000 Delegierten) das internationale Fachpublikum zusammenbringt. Eine Kombination, die passt: Interkultureller Austausch ist seit jeher Teil der Identität der Kanarischen Inseln, dank ihrer Nähe zum Maghreb und zu Subsahara-Afrika sowie ihren langjährigen kulturellen Verbindungen zu Lateinamerika.
Neben der Fachmesse, Vorträgen, Filmvorführungen und der Verleihung der jährlichen WOMEX Awards – die in diesem Jahr an die bolivianische Quechua-Sängerin Luzmila Carpio (Artist Award) für ihren Einsatz für indigene Rechte, Frauen und Umwelt sowie das Gefängnismusikprojekt Jail Time Records aus Kamerun (Professional Excellence Award) gehen – stehen insbesondere die Showcasekonzerte ausgewählter Acts im Fokus.
Das musikalische Spektrum umfasst dabei auch bei der 32. Ausgabe wieder Folk, Roots, Jazz, lokale und Diasporakulturen ebenso wie urbane und elektronische Klänge aus aller Welt. Zu den von einer Fachjury ausgewählten Höhepunkten zählen die in Lissabon geborene kapverdische Künstlerin Carmen Souza, die „Saudade“ und Jazz zu einem ganz eigenen Sound verwebt. Kaito Winse ist ein Griot aus Burkina Faso, dessen beeindruckende Stimme und meisterhafte Beherrschung traditioneller Instrumente mündliche Überlieferungen in zeitlose Musik verwandeln. Der madagassische Klangalchemist Claudio Rabe verschmelzt Rock, Tsapiky-Trance und afropsychedelische Klänge miteinander. Aus Südamerika bringen Indus ihre in Bogotá entstandene Mischung aus Acid-Synths und afrokolumbianischer Percussion auf die Bühne, während der palästinensische Ney-Meister Faris Ishaq fünftausend Jahre Flötentradition präsentiert. Die persische Kamantsche mit Rock, Psych und zeitgenössischen Klängen verwebt Mehrnam Rastegari, und mitreißende Vibes aus Kenia in panafrikanischem Sound hat die wegweisende Percussionistin Kasiva Mutua im Gepäck (zu der es in folker 4.26 auch einen Artikel geben wird). Weitere vertretene Acts finden sich im Programm auf der Website.
Fünf Tage und Nächte lang präsentiert sich die WOMEX wieder als führende Netzwerkplattform für einen offenen Kulturdialog und bleibt weiterhin ihrem Ziel treu, die Rolle der Kultur weltweit zu unterstützen und zu stärken sowie ihre Werte durch die Förderung und Pflege von Kreativität und Musik zu verbreiten.








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