Laut Wikipedia ist ein Wendepunkt „ein Punkt auf einem Funktionsgraphen, an dem der Graph sein Krümmungsverhalten ändert: Der Graph wechselt hier entweder von einer Rechts- in eine Linkskurve oder umgekehrt.“ Das gilt für die Mathematik. Übertragen gesehen, deutet dieses Verhalten auf eine gewisse Flexibilität hin. Namensgebend für den Verein Kultur am Wendepunkt war die maximale Flexibilität in den härtesten Coronazeiten.
Text: Imke Staats
Als während des Lockdowns auch in Wuppertal fast gar nichts ging und Musikdarbietungen vor Publikum durch strenge Regeln zum Infektionsschutz fast unmöglich waren, kam ein Freundeskreis von Musikmenschen draußen, im Wendekreis des Wuppertaler Dietrich-Bonhoeffer-Wegs zusammen, um sich Lösungen auszudenken. Sie alle einte die Leidenschaft zur Alten Musik, zur traditionellen Musik und zu Zeitgenössischem sowie Spiel- und Experimentierfreude. Das Ziel: die Welt und sich selbst mit wunderbarer Musik zu erfreuen, also weiter Konzerte zu geben.
Normale Versammlungen waren nicht möglich, aber zehn findige Geister kamen auf einige Alternativen ohne Infektionsrisiko wie Konzerte via Zoom, im Freien, vor der Haustür. Einer von ihnen, der Multiinstrumentalist Matthias Schmidt, schlug die Gründung eines Vereins vor. Damit hätte man auch einen Status zur Verwendung von Fördergeldern, statt auf gelegentliche Almosen angewiesen zu sein. Neben weiteren Vorteilen könnten sich so noch mehr Interessierte mit tollen Fähigkeiten vernetzen.
0 Kommentare