Ana Crismán Arpa Flamenca

Arpaora (Andalouse Alhambra)

9. Juni 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

Die 1983 im Flamenco-Epizentrum Jerez geborene Harfenistin betritt im an Instrumenten und Instrumentierungen – längst über die tradierte Gitarre hinaus – durchaus reichen Flamenco hiermit Neuland. Es heißt, diese Erstveröffentlichung sei das allererste Flamenco-Harfenalbum überhaupt. Die „Arpaora“, ein Wortspiel zwischen Harfe (arpa) und „Cantaora“ oder „Tocaora“, den singenden und Gitarre spielenden Flamencos, übersetzt auch beider Stimmen. Dabei bleibt das Spiel mal näher an der klassischen Anmutung der Harfe, mal klingt diese fast wie ihre afrikanische Schwester, die Kora. In den acht, auf Flamencostilen (palos) fußenden Eigenkompositionen, gesellen sich Track für Track interessante Gäste hinzu: der Flötist (und Saxofonist) und Pionier des Flamencojazz, Jorge Pardo, oder aber renommierte, potente Cantaores wie La Macanita, Vicente Soto „Sordera“ oder Jesús Menéndez. Bevor Crismán 2016 von einem irischen Harfenisten angeregt wurde, sich autodidaktisch dem Instrument zu widmen, machte sie unter anderem ihr Klavierdiplom in Cádiz, studierte Musikwissenschaft in Granada und war musikpädagogisch und flamencojournalistisch tätig. Alles Erfahrungen, die dem Debüt der Andalusierin zugutekommen.

Katrin Wilke

Cover
Ana Crismán Arpa Flamenca
Arpaora (Andalouse Alhambra)

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