Mit ihrem sehnsuchtsvollen Harmoniegesang, dem vorzüglichen Zusammenspiel und den
packenden Rhythmen zieht die Folk-Supergroup den Hörer in einen Musikkosmos, den man nicht mehr verlassen möchte. Seit einem gemeinsamen Workshop auf dem Telluride Bluegrass Festival 2014 treten die drei gefeierten Musikerinnen Aoife O’Donovan, Sarah Jarosz und Sara Watkins als feste Formation auf. Und mit ihrem zweiten Album zählen sie endgültig zu dem derzeit Besten, was Folk, Americana und Bluegrass zu bieten haben. Ihre feinen Melodien lassen nicht nur ihre klaren Stimmen erstrahlen. Die Songwriterinnen schaffen auch viel Raum für ihr vielfältiges Instrumentenspiel. So unterstreichen die Soli etwa auf Fiddle, Mandoline, Piano oder Gitarre feinfühlig die friedliche Stimmung des Albums. Die elf Songs, die von der Reflexion über den eigenen Platz im Leben, der Erinnerung an Kindheitstage, der heilenden Begegnung mit der Natur, dem Zusammenhalt unter Schwestern und dem Loslösen von geliebten Orten erzählen, verströmen eine intensive Geborgenheit, in der man angeregt wird, sich mit den tiefergehenden Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Ein exzellent komponiertes und produziertes Album, dass das große Talent der drei Musikerinnen zum Glänzen bringt. Zurecht hat das Trio dafür den diesjährigen Grammy für das beste Folkalbum gewonnen.
Erik Prochnow






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