The Right Reverend Crow

Demokracy Blues (Need To Know Music)

9. Juni 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

Starker Tobak, dieses Album. Musikalisch rau, ungeschliffen und absichtlich in Lo-Fi-Qualität aufgenommen. Der (beinahe) Sprechgesang ist durch ein verzerrtes Mikrofon gepresst, Gitarre, Bass und Schlagzeug werden mit einer Portion Distortion gespielt, dann in manchen Passagen wieder schön „clean and mellow“. Ja, hervorragend spielen kann das Trio: Nathan Bell (Gitarre, Gesang), Frank Swart (Bass) und Alvino Bennett (Schlagzeug, Percussion) sind gestandene Musiker und seit Jahrzehnten „im Geschäft”, Namen wie Stevie Wonder, Chaka Khan, Johnny Copeland erscheinen in ihrer Vita. Ab und an verstärkt noch Sean „Mack“ McDonald an der Gitarre. In den Stücken geben sie ein Sittenbild des heutigen Amerika mit all seinen Ungleichgewichten, Abgründen, Widersprüchlichkeiten, aber auch Hoffnungen und trotz allem ungebrochenem Optimismus. Klar, die „F“-, „M…f…“- und „A“-Worte werden häufig strapaziert, vor allem bei der Schilderung politischer Umstände. Harte Themen, harte Worte, harte Spielart – insofern ist die Musik in sich stimmig. Ehrlicher, urbaner, elektrischer Blues ohne Filter – oder, wie Nathan Bell wohl sagen würde: „I’m here to tell ya’ the f… truth“. Und das macht er richtig gut.

Achim Hennes

Cover
The Right Reverend Crow
Demokracy Blues (Need To Know Music)

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