Thomas Roth war 1983 Mitgründer von Des Geyers schwarzer Haufen und später Frontmann der Geyers. Seit 2010 ist er als Nyckelharpa-Solist unterwegs und das weltweit. Sein Instrument, die schwedische Schlüsselfiedel, wird mit einem Bogen gespielt, hat aber eine Tastatur und Resonanzsaiten wie eine Drehleier. Als Freund von Ritchie Blackmore ist Thomas Roth auch immer wieder als Support bei Blackmore’s Night zu erleben. Das neue Album ist meist instrumental und pendelt zwischen Klassik, Rock, Mittelalter und Folk. Die Spanne geht vom Opener, dem orchestralen Rocksong „Le Grand Louis“ bis zu „Der Mann aus Halle“, wo er Händels Sarabande verwendet. Für die Stücke „Jerusalem“ und das keltisch klingende „Welsh Air“ holte er sich die finnische Sängerin Elina Siirala dazu. Das abschließende „Incredents“ zeigt ihn als virtuosen Könner seines Instruments, wo er zwischen schnellen Melodieläufen verschiedenste musikalische Zitate kurz anreißt. Produziert wurde das Album vom Metalmusiker Alex Krull (Leaves’ Eyes und Atrocity), was man durchaus hört. Vielseitigkeit ist ein Markenzeichen von Thomas Roth. Er ist in der Lage, unterschiedlichste Musik in seinen Nyckelharpa-Kosmos zu integrieren, und klingt trotz viel Traditionellem sehr modern.
Piet Pollack






0 Kommentare