folker präsentiert
Seit 1991 verwandelt der Folkherbst das Plauener Malzhaus in ein Zentrum europäischer Musikkultur und hat sich längst zu einer festen Tradition etabliert. Jedes Jahr von Ende September bis Ende November präsentieren hochkarätige Acts aus ganz Europa ihr Können – und die besten werden mit dem Eisernen Eversteiner gekürt, dem einzigen europäischen Folkmusikpreis Deutschlands. Über 3.000 Bands und Solist:innen aus fast allen Regionen Europas haben sich seither beworben oder wurden nominiert, über 50.000 Besuchende haben in über 300 Konzerten die Vielfalt des Genres gefeiert.
Inzwischen steht das Programm des diesjährigen, 34. Jahrgangs fest, das ja mittels eines neuen Verfahrens zustandekam (wir berichteten) – die Auswahl der Kandidaten für die Wertungskonzerte erfolgte nicht mehr anhand eines aufwendigen Bewerbungsprozesses, sondern wurde erstmals aus der Vorschlagsliste eines Expertengremiums aus Musikschaffenden, Agenturen und Medienmenschen – zu denen auch der folker gehörte – ermittelt. Neu ist zudem, dass die Verleihung des Preises an die Gewinner des Vorjahres und der Auftakt der neuen Saison zusammenfallen – „ein Abend, der Rückschau und Aufbruch in einem vereint“, wie die Veranstaltenden auf der Website es formulieren.
So werden am 26. September 2026 gleich zwei Bands an einem Abend zu hören sein. Zum einen die ungarische Formation Söndörgő, die den Jurypreis 2025 zugesprochen bekam. Die drei Eredics-Brüder und ihr Cousin beherrschen das Kunststück, tief verwurzelte Traditionen so mit frischen, modernen Impulsen zu mischen, dass der Sound vollkommen zeitlos wirkt. Das Publikum hingegen überzeugte im vergangenen Jahr am meisten das energiegeladene Wahl-Berliner Projekt Mitsune mit seinem wilden Mix aus Japan-Folk und Punk sowie Wurzeln in Japan, Australien und Griechenland.
Am darauffolgenden Wochenende, dem 3. Oktober, geht es dann los mit dem ersten Wertungskonzert. Laut Programmdirektor Christian Dressel hatten sämtliche Nominierungen der Expert:innen eine hohe Qualität und passten hervorragend zum Konzept des Folkherbstes. In die Auswahl geschafft haben es am Ende A Cantadeira aus Portugal, Christine Zayed aus Frankreich bzw. Palästina, The Klezmatics aus den USA, Old Salt aus Belgien und den USA, Goitse aus Irland, Hańba aus Polen und Hepta Polka aus Norddeutschland. Das letzte Konzert findet am 28. November statt, danach werden die Jury- und Publikumsentscheidungen ausgewertet und die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben.








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