Bereits seit über 35 Jahren präsentiert das Bremer Label Tradition & Moderne gemeinsam mit Radio Bremen 2 ein Festival mit Acts, in denen Frauen den Ton angeben oder als Solistinnen auf der Bühne stehen. Wie wach die Macherinnen sind, das zeigt ein Blick auf Vergangenes: Musikerinnen wie Ani Di Franco und Ingrid Laubrock, Kadri Voorand und Dobet Gnahoré waren schon sehr früh in Bremen zu erleben.
Auch in diesem Jahr steht bei Women in (e)motion vom 11. bis 28. September sowie am 12. Oktober ein vielseitiges Programm an mit Musikerinnen aus Jazz, Folk und Soul. Den Anfang macht mit Sarah-Jane Morris eine der großen Stimmen aus England – eine Sängerin, die souverän zwischen den Stilen wechselt und ihre beiden letzten Alben Sisterhood 1 & 2 ihren Vorbildern widmete: „Bessie, Billie, Miriam, Nina, Aretha, Janis, Joni, Ricky-Lee, Annie, Kate – who needs a second name in company like this?“
Aus Norwegen kommt nicht nur die Gitarristin Hedvig Molestad mit einem Powertrio, sondern auch das Quartett Vepsestikk, das gleich an drei Abenden seinen „Was-auch-immer-Punk“ vorstellen will. Nur mit Gitarre und Gesang dann noch zwei Stimmen aus dem Folk: Lucy Kitchen aus dem Süden Englands (siehe auch Artikel in folker #1.26) mit ihren eher sachten Liedern und die stimmgewaltige Melody Pool aus Australien. Sie alle spielen Konzerte in kleinen Clubs mit viel Atmosphäre, die erfreulicherweise auch als Mitschnitte im Programm von Bremen 2 zu hören sein werden.
Nachgeschoben und auf den 12. Oktober terminiert ist dann noch ein Jazzkonzert im Bremer Schlachthof mit einem Quintett um die beiden US-Amerikanerinnen Myra Melford und Mary Halvorson.









0 Kommentare