Die Begleitinfo zum neuen Album beschreibt die türkischen Psychedelic-Rocker zwar als Combo, die immer unberechenbarer wird, doch in mehrfacher Hinsicht bleibt sich die Band treu. Feierte sie nach zwanzig Jahren Bestehen ihr damaliges Jubiläum mit dem Album XX, so heißt der Tonträger zum Dreißigjähren konsequenterweise XXX. Im Gegensatz zu XX enthält er aber keine Dubversionen oder Liveaufnahmen, sondern sieben neue Kompositionen: drei Taksims (Instrumentalvorspiele) und vier Nummern mit Sprechgesang. Wie stets rücken Murat Ertel, Esma Ertel, Mehmet Levent Akman und Ümit Adakale ein bestimmtes Thema in den Mittelpunkt. Diesmal ist es der Umgang mit der Natur. Im ersten Stück mit Text („Balkondaki Beyaz Çoraplı Kedi“) treffen noch relativ harmlos eine streunende weiße Katze und eine Hauskatze mit weißen Socken aufeinander, doch spätestens ab dem zweiten Stück mit Text werden die Inhalte hoch politisch: In „Kutsal Zeytin Halayı“ geht es um Raubbau am Beispiel des in manchen Regionen heiligen Olivenbaums. BaBa ZuLa schlagen sich auf die Seite der Natur und derer, die sie beschützen wollen. Die Texte sind heavy, doch die hypnotischen Grooves machen den Zugang zur Thematik leicht.
Ines Körver






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