Deutscher Musikrat e. V. [Hrsg.]: Wie klingt unsere Demokratie?

Musik als Gesellschaftskraft.

10. September 2026

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Das Jahresmotto des Deutschen Musikrats 2025 lautete „Musik und Demokratie“ und die elf Beiträge/Gespräche drehen sich genau um dieses Thema. „Böse Menschen haben keine Lieder“, das stimmt bekanntlich nicht wirklich, und daher ist es wichtig, sich quer durch die Musikarten positiv abzugrenzen. Musik kann demokratische Werte leben, zum Beispiel durch Zuhören und Musizieren mit anderen, das Aushalten anderer Standpunkte – Polyfonie quasi als Basis der Demokratie. Wobei wichtig ist: Musik ist nicht per se demokratisch. Spannend auch, dass Community Music (folker-Schwerpunkt in Heft 2.25) als Beispiel für kulturelle Demokratie Eingang in die Broschüre findet. Fragen wie „Ist der Musikverein ein Nährboden für demokratische Prozesse?“ sind für den Deutschen Musikrat sozusagen täglich Brot, repräsentiert er doch über sechzehn Millionen Amateurmusikschaffende. Die Broschüre enthält viele interessante Gedankenanstöße, Aspekte, die man so noch nicht bedacht hat und die bei rund 60 Textseiten nicht zu tiefgründig abgehandelt werden (können). Gerade in diesen Zeiten brauchen wir dringend eine demokratische Musikkultur, und Wie klingt unsere Demokratie? hilft, diese Kultur sauber zu definieren.

Mike Kamp

Deutscher Musikrat e. V. [Hrsg.]:

Wie klingt unsere Demokratie? : Musik als Gesellschaftskraft. – Mainz : Schott Music, 2026. – 72 S. : mit zahlr. Fotos

ISBN 978-3-7957-3485-5 – 14,90 EUR

Bezug: https://www.schott-music.com/de/

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