„Chamber Folk“ nennen die fünf Damen aus Bristol die Musik ihres ersten Albums, eine einzigartige Mischung aus traditionellen Melodien und eigenen Stücken, angereichert mit klassischen und minimalistischen Elementen. Das hört man auch nicht so oft. Die eingesetzten Instrumente geben einen guten Eindruck, wie die Musik tatsächlich klingt: Violine, Viola, Hardanger d’Amore, Hebelharfe, Pianoakkordeon, Kontrabass, Klarinette, Bassklarinette sowie die asiatischen Kempur und Klanang. Wenn man dann noch bedenkt, dass Hedera es als ihre wichtigste Gemeinsamkeit beschreiben, ganz genau zuzuhören, langsam zu spielen und neue Wege zu finden, sich gegenseitig musikalisch zu unterstützen, dann bekommt man die Idee einer fast schon meditativen, ungeheuer tiefen Musik, die eine wohltuende Ruhe ausströmt und der der gemeinsame Wohlklang wichtiger ist als solistische Kunststücke – Kammerfolk eben. In Rudolstadt in der Kirche wäre ein Konzert einfach nur großartig. Wenn es an dem Album überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann dass Hedera nur bei zwei Stücken singen. Dabei haben sie doch alle sehr gute Stimmen!
Mike Kamp






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