Hilal Kaya

Sümbül (CPL-Music)

14. September 2026

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Die dänisch-türkische Sängerin und Komponistin wartet nach diversen Singles mit einem kraftvollen und vielseitigen Debütlongplayer auf. Die Hyazinthe (türkisch sümbül) ist nicht nur der Titel des Albums, sondern auch der letzten darauf enthaltenen Aufnahme. Acht der elf Tracks stammen aus der Feder Kayas, drei sind traditioneller Natur, wobei Track drei die Lieder „Baþýndaki Yazma“ und „Avþar Elleri“ zu einem interessanten Medley verbindet. Die Stimmung des Albums ist meist ernst, aber nicht deprimierend, was zu den introspektiven Texten passt. Musikalisch ist Kaya erheblich näher an Gaye Su Akyol als etwa an Altýn Gün, wobei ihr eine Vorliebe für Retrosounds wie Psychedelic und Anadolu Rock stark anzuhören ist. Instrumental dominieren E-Bass (Henrik Poulsen), Schlagzeug (Søren Poulsen), E-Gitarre (Søren Bigum) und Elektro-Baðlama (Orhan Özgür Turan). Doch Turan und Bigum setzen auch mit Oud beziehungsweise Mandoline schöne Farbtupfer. Besonders gut gelingt dies bei Track sieben, „Sen Olmasan“. Was das Album aber einzigartig macht, sind – neben der wunderschönen Stimme Kayas – die stilistischen Einflüsse Nordafrikas, namentlich die Gnawa-Tradition (Søren Poulsen spielt unter anderen die typischen Gnawa-Klappern Qaraqib) und der Flow der Tuareg, den Søren Bigum an der E-Gitarre wunderbar darbietet.

Ines Körver

Cover
Hilal Kaya
Sümbül (CPL-Music)

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