Joe Martin

Alone In Valentine (North Star Records)

9. Juni 2026

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Was hält einen jungen Engländer in Leeds, wenn alles Musikalische an ihm sich in Richtung USA streckt? Okay, es mag an der ein oder anderen Stelle das britische Pop-Gen durchschimmern. Aber vor allem zeigen die elf Stücke seines zweiten Albums Querverbindungen zu amerikanischen Songschreibern wie Jackson Browne, James Taylor oder auch Roy Orbison, zu Letzterem in der Ballade „Silhouettes And Sunsets“. Aufgenommen wurde an sieben Tagen großenteils live, folgerichtig nicht im Königreich, sondern in Nashville: im Haus von Cal Campbell, Glen Campbells Sohn. Und an den Arrangements war Cornelius Webb beteiligt, Spross von Jimmy Webb. Große Namen, die Joe Martin da an der Seite hatte und die seine Songs gemeinsam mit der Sessionband zum Leuchten bringen. In ihnen geht es oft um Liebe und ihr Scheitern, ob in der radiotauglichen Uptempo-Nummer „Hand Me Down Heart“, wo die Frau der Begierde es nicht schafft, einen Schlussstrich unter ihre alte Beziehung zu ziehen, oder der Ballade „Strangers To Lovers“, einer dieser traurigen Geschichten, wo Fremde erst zu Liebenden werden und es dann umgekehrt läuft. Hier steht ein begabter Musiker in einer Tradition, der er sich würdig zeigt.

Volker Dick

Cover
Joe Martin
Alone In Valentine (North Star Records)

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