Ralph Molina (Neil Young & Crazy Horse) hat sie einmal als „unterschätzte, echte Rock-’n’-Roll-Künstlerin“ bezeichnet, „die wie aus dem Nichts aus den Vororten von Birmingham, Alabama, auftaucht“. Und tatsächlich ist ihr Talent der ganz großen Öffentlichkeit bislang verborgen geblieben. Zu Unrecht, wie man schon nach den ersten Takten hört. Das ist geradeaus gespielte, schnörkellose, rockorientierte Americana. Hier und da mal mit Geige und Mandoline verziert. Ihre prägnante, vom Leben gereifte Stimme drücken den Songs den Stempel auf. Sie klingt wahrhaft und ein bisschen weise. Kein Wunder, schließlich ist sie seit den 1980er-Jahren Teil der Musikszene Birminghams und hat etwas zu erzählen. Über sich, über das Leben und über Amerika. Songs wie „Everything Spins“, „Husbands And Tatoos“ oder „Trailerhood“ legen davon Zeugnis ab. Unterstützt wurde sie beim in Nashville aufgenommenen Longplayer neben anderen von Chris Carmichael an der Gitarre und Regina McCrary, die schon mit Bob Dylan gesungen hat, und ihren legendären McCrary Sisters. Ein starkes Album.
Thomas Waldherr






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