Mit seiner Band ist Paul Bartsch eine feste Größe in der (ost)deutschen Liedszene. Das neueste Studioalbum kommt aufgrund einiger Gastmusiker etwas rockiger daher, die textliche und musikalische Nähe zu Gundermann unverkennbar, aber trotzdem ist es ein eigener Stil. Typisch dafür sind Lieder voller Lebensweisheit und Philosophie: „Immer will man das eine, das man grade nicht hat. / Immer mehr, immer mehr, dabei ist man längst satt.“ In einigen Songs kommentiert er die beunruhigende politische Weltlage und die seiner Heimat Sachsen-Anhalt mit poetischen Mitteln, manchmal verzweifelnd und nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll: „Aber was, wenn wir unsere Stimmen erheben – nicht mehr gegeneinander, sondern im Chor?“ Wesentlich aber ist, dass es zwischen den ernsthaften Zeilen auch genügend Satire und Ironie gibt, wie beispielsweise in „Schlachtefest“: „Höchste Zeit, dass wir die Milliardäre schlachten!“ Inzwischen wurde bekannt, dass das Album auf der Vierteljahresbestenliste 3/2026 des Preises der deutschen Schallplattenkritik gelandet ist. Eine gute Entscheidung und Anerkennung der Musiker um Paul Bartsch für ihre jahrelange Arbeit.
Reinhard „Pfeffi“ Ständer






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