Das Duo kennt sich, seit sie dreizehn sind. In den folgenden Jahrzehnten haben Sally Buice und Molly Rochelson ihren Harmoniegesang perfektioniert. Auf ihrem dritten Album bringen sie damit nun richtig gute Songs zur Geltung. Die Freundinnen aus Tennessee kommen aus dem Folkpunk, und eine gesunde Spur Aggression hört man ihnen weiter durchweg an, ob es um Liebe oder gesellschaftliche Zustände geht. Das führt zu einprägsamen Zeilen wie „These are heartbreaking times we are living in“, „Are you a pragmatist or coward?“ oder „Call it a second-tier city, I can only pay the rent here“. Ohio, Texas, Colorado: Sie sind viel rumgekommen, haben eine Menge Geschichten aufgeschnappt, und die verpacken sie mit selbstbewusster Grandezza in sehnsuchtsvollen Folkrock, rhythmische Americana und feministischen Country. Produzent Mike Eli LoPinto (sonst Gitarrist für Chris Stapleton) macht keinen Hehl daraus, dass die Indigo Girls Pate standen für Haltung und Umsetzung dieses rundum gelungenen Albums.
Martin Wimmer






0 Kommentare