Rhiannon Giddens

Hope Is the Thing With Feathers (Nonesuch)

14. September 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

Aufgenommen im Cypress House in Breaux Bridge, Louisiana, hören wir Giddens, die singt, Banjo und Fiddle spielt, und das umgeben von Freunden und Verwandten. Eine übermütige Schar ist hier am Werk, aber zu hören sind auch Geplauder, Hintergrundgeräusche und das Knarren des alten Holzbodens. Mit der Auswahl der Songs zieht Rhiannon Giddens auch ein klein wenig Bilanz. Erinnert an Vorbilder und Einflüsse. So ist der von ihr komponierte Titelsong inspiriert von einem Gedicht Emily Dickinsons, zu hören sind aber auch mit „Cluck Old Hen“ und „Walk With Me“ zwei alte Folksongs aus den Appalachen. Klassiker sind dabei wie Elizabeth Cottons „Freight Train“ und Ola Belle Reeds „High On A Mountain“ und der trotzige Stomp Dance „Going Home“ der Tuscarora-Aktivistin Pura Fé. Für die Aufnahmen hat Giddens langjährige Weggefährten aus den Südstaaten eingeladen wie Dirk Powell, Jason Sypher und Justin Robinson, aber auch durchaus exotische Duopartner aus den letzten Jahren wie Francesco Turrisi (Akkordeon) und Niwel Tsumbu (Gitarre). Manche der Interpreten kann man Ende November auch in Deutschland hören, dann gastiert Rhiannon Giddens mit gleich mehreren Konzerten in der Hamburger Elbphilharmonie.

Gerd Döring

Cover
Rhiannon Giddens
Hope Is the Thing With Feathers (Nonesuch)

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