Das italienische Duo Giacomo Pedicini und Claudia Sorvillo, das mittlerweile in Großbritannien lebt, hat sich dem folkig angehauchten Neuinterpretieren von Heavy-Metal-Klassikern gewidmet und wird auf seinem neuen Album von einer ganzen Wagenladung Gästen auf unterschiedlichen akustischen Instrumenten unterstützt. Die acht ausgewählten Songs verdienen den Status „Klassiker“ allesamt. Sei es „Ace Of Spades“ von Motörhead, das eine Americana-Slide-Guitar im Gepäck hat, Metallicas „Creeping Death“, das in eine pulsierende Düsternummer mit akustischen Gitarrenakzenten verwandelt worden ist, oder „The Trooper“, im Original ein typisch treibender Iron-Maiden-Kracher, hier zur zarten Ballade mit Percussion, Akustikgitarre und Mandoline geworden. „Let There Be Rock“ von AC/DC bekommt einen pumpenden Kontrabass verpasst, und „Heaven And Hell“, für viele die wohl beste Black-Sabbath-Komposition, ist wieder von einer zerbrechlichen Schönheit, garniert mit Querflötentönen. Was am Ende wohl besonders hängen bleibt, ist die nicht ganz erstaunliche Tatsache, dass ein guter Song ein guter Song ist und bleibt. Egal, wie er interpretiert wird.
Wolfgang Weitzdörfer






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