BaBa ZuLa

Mit neuem Album auf Tour

14. September 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

folker präsentiert

Drei Jahrzehnte nach Beginn ihrer musikalischen Reise kehrt das Istanbuler Kollektiv BaBa ZuLa mit XXX zurück – einem kompromisslosen und lebendigen Bekenntnis zur künstlerischen Freiheit. Das neue Album verwebt pulsierende Rhythmen, verzerrte Sazklänge, analoge Elektronik und hypnotische Grooves und würdigt damit eine Band, die in den vergangenen dreißig Jahren die Möglichkeiten der türkischen psychedelischen Musik immer wieder neu definiert hat.

Foto: Mert Gider

Nach dreißig Jahren klingen BaBa ZuLa auf XXX beinahe noch abenteuerlicher, seltsamer und radikaler als zuvor. Zugleich ist das Album mit einer Spieldauer von 30 Minuten eines der bislang fokussiertesten Werke der Band. Es bewegt sich zwischen traumhaften Erzählungen, gesellschaftskritischen Kommentaren und zeitgenössischen Mythologien. Ganz im gewohnten Stil der Band verbindet XXX instrumentale Exkursionen und experimentelle Taksim mit einer Reihe von Originaltexten. Mal verspielt, mal visionär und mal äußerst politisch stellen sie Verbindungen her zwischen Folklore, städtischem Leben, Ökologie, Erinnerung und Widerstand und verankern die klanglichen Abenteuer des Albums in einer zutiefst menschlichen Erzählung. Neben der Stammbesetzung der Band sind auf XXX außerdem die Gastmusiker İklim Tamkan (Synthesizer, Orgel) und Eylül Güntekin (Kontrabass) zu hören.

„Jedes unserer Alben ist anders. Wir wollen uns nicht wiederholen“, erzählt Levent Akman. „Viele Bands nehmen ihre nachfolgenden Alben sehr ähnlich wie das erste auf. Für uns erzählt jedes Album eine neue Geschichte. Vielleicht sind wir deshalb schon seit dreißig Jahren dabei.“ Und Esma Ertel fasst zusammen: „Wenn man sich unsere Diskografie ansieht, handelt jedes Album von einem anderen Aspekt der Türkei und unserer Region. Jetzt geben wir der Natur eine Stimme. Wir sehen, wie Wälder und Land den lokalen Gemeinschaften weggenommen werden. Wir sehen, dass die Natur unter ständigem Druck steht. Wir wollen auf der Seite derer stehen, die sie verteidigen.“

Foto: Mert Gider

BaBa ZuLa werden oft im Zusammenhang mit anderen international gefeierten Vertretern der türkischen Psychedelic-Renaissance genannt wie Gaye Su Akyol, Altın Gün oder Derya Yıldırım & Grup Şimşek. Ihre Musik hat jedoch schon seit Längerem die Grenzen des Psychedelic Rock überschritten und sich zu einem einzigartigen Klanguniversum entwickelt, in dem anatolische Traditionen auf Dub, Elektronik, Performancekunst, avantgardistische Ästhetik und rituellen Trance treffen. Es ist kein Zufall, dass sie im Laufe der Jahre mit visionären Künstlern wie Mad Professor, Jaki Liebezeit von Can, Mitgliedern von Faust und den Einstürzenden Neubauten sowie Warren Ellis von Nick Cave & The Bad Seeds zusammengearbeitet haben.

„Wir fühlen uns immer noch frisch. Ehrlichkeit ist uns sehr wichtig“, ergänzt Murat Ertel. „Wir hatten noch nie Interesse daran, Trends zu folgen oder den einfacheren Weg zu größerer Popularität einzuschlagen. Musik sollte etwas Persönliches sein – ein Versuch, die eigenen Gefühle und die eigene Sicht auf die Welt auszudrücken, anstatt die Geschichten anderer zu wiederholen. Wir möchten den Menschen Energie und Hoffnung geben, auch wenn der Gegner stärker zu sein scheint. Trotz der ernsten Themen ist Humor in unserer Musik immer präsent. Wir leben in Istanbul und unsere Arbeit steht im Zusammenhang mit der Kultur, der Geografie und dem Alltag Istanbuls. Das ist es, was ihr Authentizität verleiht.“

Auch heute noch gehören BaBa ZuLa zu den visionärsten, kompromisslosesten und unberechenbarsten Stimmen der Szene. Auch nach dreißig Jahren ist ihre Musik nach wie vor ungezähmt. Und genau deshalb erscheint sie notwendiger denn je.

www.babazula.com

www.glitterbeat.com

Termine:

07.10.26 Berlin, SO36

08.10.26 Leipzig, UT Connewitz

09.10.26 Dresden, Beatpol

12.10.26 Wien (A), Wuk

13.10.26 München, Ampere

14.10.26 Salzburg (A), Jazzit

16.10.26 Köln, Gebäude 9

17.10.26 Stuttgart, Wagenhallen

19.10.26 Wiesbaden, Schlachthof

27.10.26 Dortmund, Junkyard

28.10.26 Osnabrück, Kleine Freiheit

29.10.26 Bremen, Schlachthof

30.10.26 Hamburg, Bahnhof St. Pauli

BaBa ZuLa

Foto: Mert Gider

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