Zweite Reihe. Erste Klasse.

Die Kreativen im Hintergrund

12. Dezember 2023

Lesezeit: 2 Minute(n)

Sie strahlen etwas Geheimnisvolles aus. Eine Aura außergewöhnlichen Könnens umwebt sie. Und sie wirken für die Öffentlichkeit meist unnahbar. Gemeint sind Instrumentalisten und Instrumentalistinnen, die in vielen Ensembles zwar der Garant für Kreativität oder Erfolg sind und den Gesamtsound entscheidend mitbestimmen, aber oft wenig beachtet in der zweiten Reihe stehen. Doch wer sind diese Musiker und Musikerinnen? Was zeichnet sie aus? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Rolle im Hintergrund?

Für den folker waren diese Fragen Anlass, dem Mysterium der Musikschaffenden im Hintergrund einmal auf die Spur zu gehen. „Genauso wie Sänger und Sängerinnen sind auch die Instrumentalisten grundsätzlich bereit, sich einem Publikum zu präsentieren, obwohl sie sich im privaten Bereich oft eher zurückhaltend zeigen“, weist die Musikwissenschaftlerin Claudia Bullerjahn etwa auf ein wichtiges Merkmal dieser Künstler und Künstlerinnen hin – ihre Introvertiertheit. Mit der Professorin der Universität Gießen ergründete die Redaktion die spezifische Psychologie dieser Menschen und war überrascht, wie sehr sie sich doch von Nichtkünstlern unterscheidet. Darüber hinaus sollten aber natürlich auch einige erstklassige repräsentative Beispiele der weiteren Szene aus Song, Folk und World genauer unter die Lupe genommen und ihnen das ein oder andere Geheimnis ihrer erfolgreichen Karrieren entlockt werden.

So berichtete die atemberaubende klassische Gitarristin Edith Leerkes über ihre jahrelange Zusammenarbeit mit Herman van Veen. Wir sprachen mit den Multiinstrumentalisten Anne de Wolff, die gerade mit Wolfgang Niedeckens BAP tourt, sowie Jörg Fröse, der wichtigen instrumentellen Stütze der ostfriesischen Band Laway. Der Gitarrentausendsassa Manuel Randi gewährte uns einen umfangreichen Blick in seine facettenreiche Kunst. Wir erfuhren, warum der Akustikgitarrist Innes White ein so überzeugter Mann der zweiten Reihe ist, und blickten mit dem Meister indischer Schlaginstrumente, dem in Nordrhein-Westfalen lebenden Ramesh Shotham, auf sein inzwischen über fünfzig Jahre andauerndes Musikerleben zwischen Weltmusik und Jazz zurück. Die technikaffine Cellistin Fany Kammerlander nahm uns zudem mit auf ihre beeindruckende musikalische Reise zwischen Liedermacherei, Klassik und Weltmusik.

Mehr als alle diese spannenden Geschichten freut es uns aber, dass die eher zurückhaltenden Musiker und Musikerinnen es genossen, einmal der Öffentlichkeit ihr „wahres Gesicht“ zu zeigen, und bereit waren, ins Rampenlicht zu treten.

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