Ich weiß nicht, wie lange ich schon so dasaß, mit leerem Blick in die Stille des Raumes lauschte, in mir ruhend. Vor einer Weile verklang das letzte Stück einer CD, die ich in den Player gelegt hatte, ohne genau zu wissen, was mich erwartete. Umso faszinierter war ich: So sollte Musik klingen, die gleichzeitig völlig zeitlos ist und doch im Hier und Jetzt zu entstehen scheint. Auf natürliche Art und Weise, authentisch und wahrhaftig einen gemeinsamen klanglichen Ausdruck zu finden, war wohl auch das Ziel der Musikschaffenden, die sich mit Simone Mongelli in einem Athener Theater trafen, um diese musikalischen Preziosen einzuspielen. Hatte der umtriebige Percussionist vor zehn Jahren mit einer komplett auf Instrumente verzichtenden Produktion traditioneller Musik aus dem mediterranen Raum auf sich aufmerksam gemacht, so lud er nun die Sängerin Savina Yannatou, den Lyraspieler Lefteris Adriotis, den Trommler Nikos Sidirokastritis, den Trompeter Andreas Polyzogopoulos, den Kontrabassisten Michalis Kalkanis und den Pianisten Stathis Anninos zu freier Improvisation auf die Konzertbühne ein. Diese Zusammenklänge, bei der das Publikum einen stillen, aber wesentlichen Teil des kreativen Prozesses bildete, finden sich in ausgewählten Auszügen als magische, leuchtende Momente, in denen sich Seelen zu flüchtigen Augenblicken reiner Freude verbinden. Harmonischer Jazz zur tiefenentspannten Fantasiereise.
Christoph Schumacher






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