folker präsentiert: Rudolstadt-Festival 2026
Zum dritten Mal geht das Jugendfolkorchester (JFO) in diesem Jahr an den Start und bringt mit seinen rund vierzig jungen Musiker:innen deutschen Folk auf die Bühne des Rudolstadt-Festivals. Das Projekt vereint unterschiedlichste musikalische Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden. Wir haben mit vier Mitgliedern des Orchesters gesprochen und sie nach ihren persönlichen Zugängen zur Folkmusik, ihren Einflüssen und ihrer Motivation gefragt, Teil dieses besonderen Ensembles zu sein.
Interview: Alex Peters
Wer bist du musikalisch? Aus welcher Region kommst du? Welches Instrument spielst du? Und über welchen Weg bist du zum JFO gekommen?
Ich komme aus Niedersachsen und spiele inzwischen seit fast acht Jahren Harfe. Zum JFO bin ich gekommen, als mein Vater mir von dem Vorhaben erzählte. Ich fand das ziemlich interessant und habe mich daraufhin beworben. Nun bin ich im dritten Jahr wieder dabei.
Das JFO vereint viele musikalische Hintergründe und regionale Traditionen. Was bringst du selbst an musikalischer Prägung mit – und was hast du im Orchester neu kennengelernt?
Hauptsächlich hat mich der Harfenist Rüdiger Oppermann geprägt und das von ihm veranstaltete Sommermusikfest. Rüdiger ist ein guter und langjähriger Freund meines Vaters, durch ihn bin ich auch zur Harfe gekommen. Vor allem, weil ich seine Stücke so toll fand und ich sie unbedingt auch so spielen wollte. Beim Sommermusikfest war ich – im Bauch meiner Mutter – schon vor meiner Geburt das erste Mal dabei und seitdem eigentlich jedes Jahr. Dort kann man immer wieder Leute und Musikrichtungen kennenlernen, die man davor noch gar nicht kannte. Dort bekam ich auch meinen ersten Harfenunterricht und habe dort zum ersten Mal die Harfe gespielt. Auch das JFO hat mich auf seine ganz eigene Weise geprägt. Es war mein erstes Mal, dass ich mit so vielen Leuten und verschiedenen Instrumenten professionell zusammengespielt habe. Es war auch für mich neu, mit Leuten im eigenen Alter zu spielen, mit denen man sich so gut verstanden hat. Ich hatte auch noch nie so lange und so intensiv am Tag geprobt, doch das war auch nicht schlimm, da das Ergebnis wirklich überwältigend schön war.
Im JFO wird viel nach Gehör und ohne Dirigat musiziert. Wie erlebst du diese Art des Zusammenspiels in einem so großen Ensemble? Und was macht sie für dich besonders?
Eigentlich habe ich auch davor immer schon nach Gehör geübt und auch gespielt. Aber das Coole daran ist im Orchester eben, dass man einfach Sachen verändern kann, ohne dass man extra Noten umschreiben muss. Auch das Spielen ohne Dirigat war echt besonders, da man sich nicht untergeordnet gefühlt hat, sondern einfach als ganze Gemeinschaft, da auch die Dozenten mitgespielt haben.
Ihr verbringt viel Zeit beim JFO miteinander. Was ist bisher dein Lieblings-JFO-Moment?
Eigentlich gibt es nicht wirklich den absolut schönsten Moment im JFO, da die ganze Woche eigentlich von lauter schönen Momenten erfüllt ist. Für mich ist sogar die ganze Woche der schönste Moment im ganzen Jahr. Wenn ich mich jetzt aber festlegen müsste, dann wäre zum Beispiel einer der schönsten Momente die erste Probe, wenn man zum ersten Mal ein Stück anspielt und es direkt so wunderschön klingt.






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