Bobbo Byrnes ist Jahrgang 1971 und eigentlich immer schon unterwegs. Als alter Americana-Fahrensmann will er einfach nur spielen, ist eine Rampensau, die auf der kleinsten Bühne sein großes Reich findet. Seine Musik ist schnörkelloser Americana Rock. Mit dem Albumtitel kokettiert er natürlich mit dem Image des fahrenden Sängers. Auf seiner Website erfährt man dann, dass das Album eine Buchveröffentlichung gleichen Namens begleitet und beide quasi Bestandsaufnahmen seines bisherigen Schaffens sind. Dazu passend erzählt der Starttrack „Heart Like Mine“ über die Fahrten von Gig zu Gig. Byrnes versteht sich sowohl auf schnelle Musik, die drauflosgeht wie bei „Chasing Rock ’n’ Roll“, er kann aber auch die leisen, nachdenklichen Töne wie in „Winter Of 71“. Und wie in „Angelia“ wechselt er das Tempo auch schon mal innerhalb eines Stückes. Seine Musik berührt, seine Stimme trägt, seine Melodien unterscheiden sich: großartige Americana von einem echten Typen, einem Musikanten, der die Menschen, die Musik und das Leben liebt. Einer, den man unbedingt mal live gehört haben muss.
Thomas Waldherr






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