Stoppok

26/70 (Glitterhouse Records/Indigo)

14. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Es ist, wie es sich für die Musikerikone aus dem Ruhrpott gehört, eine riesige Geburtstagsparty. Anlässlich seines Siebzigsten in diesem Jahr hat sich eine große Palette an Mitstreitern, Freundinnen und musikalischem Nachwuchs versammelt, um dem außergewöhnlichen Liederkosmos Stoppoks ein Denkmal zu setzen. Das Ergebnis der Neuinterpretationen rockt, berührt, macht Spaß. Einige haben die Songs so verinnerlicht, dass man völlig vergisst, dass sie aus Stoppoks Feder stammen. Bestes Beispiel ist das von BAP-Gründer Wolfgang Niedecken gesungene „Wie tief kann man sehen“. Auch das Trio Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Ami Warning machen „Pack mit an“ zu ihrem Song. Und der Niederbayer Hannes Ringlstetter übersetzt wie Schmidbauer das Lied „Und Retour“ selbstverständlich in seine Mundart. Wie zeitlos und eingängig die Kompositionen Stoppoks sind, zeigen die Neuversionen ein oder zwei Generationen jüngerer Musikschaffender wie die von Miss Allie, Fortuna Ehrenfeld, Selig-Sänger Jan Plewka, den Schwestern des Popduos Joco, den Musikkabarettisten Simon & Jan, der Hamburger Schülerband D’Rest, der 17 Hippies oder der Singer-Songwriterin Alin Coen. Letztere verwandelt die Ballade „Dein Glück“ mit Stoppoks indischen Bühnenfreunden um das Duo Soumyojit-Sourendro in völlige Schwerelosigkeit. Höhepunkt ist jedoch der letzte Track, der Fanliebling „Mal dein Herz an“, in dem Stoppok selbst mit vielen Freunden wie Purple Schulz oder Christina Lux zum Mikro und zur Gitarre greift.

Erik Prochnow

Cover
Stoppok
26/70 (Glitterhouse Records/Indigo)

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