Der Zweitling des Sextetts aus Glasgow läuft hierzulande leider etwas unter dem Radar. Das ist schade und unverdient. Die eine Dame und die fünf Herren vereinen quasi das gesamte keltische Spektrum von Irland über Schottland, der Isle of Man bis Northumberland in einer Band, und entsprechend abwechslungsreich ist das Repertoire. Zudem sind die sechs ausgesprochen erfahren, sind sie doch so ganz nebenbei auch bei Bands wie Fara, Gnoss, The Canny Band oder Heisk tätig. Und wem das alles nicht als Referenz reicht, dem oder der sei gesagt, dass wir hier keine weitere Band haben, die technisch sauber und schnell ihre Jigs und Reels abspult. Ja, auch das, aber Trip gehen tiefer, zum Beispiel mit drei Songs, von denen einer aus dem Repertoire von Status Quo stammt – und das ist kein Druckfehler! Zudem überzeugen sie mit dichten, komplexen und intelligenten Arrangements, ohne das der Sound an Leichtigkeit verlieren würde. Wenn also Konzert- oder Festivalorganisatoren Interesse an einer richtig guten keltischen Band haben: Dieser Trip hat definitiv keine negativen Folgen!
Mike Kamp






0 Kommentare